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„The true cost – Der Preis der Mode“ mit anschließender Publikumsdiskussion
28. September 2017, 19:00 Uhr - 21:30 Uhr
Ein Pullover oder eine Hose für weniger als 10 Euro, ein Hemd für 5 – oft geht man in Kleidungsgeschäfte und ist begeistert, wie billig die neueste Mode bei uns zu haben ist. Doch wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet? THE TRUE COST – Der Preis der Mode macht sich auf die Suche und verfolgt eindrucksvoll den Weg, den die Kleidung macht, bevor sie zu uns ins Geschäft kommt. Die bedrückende Antwort auf die Frage ist: Es darf nicht sein!
Es gibt kaum einen Markt, bei dem Schein und Realität so weit auseinander liegen wie bei der Bekleidungsindustrie. Auf der einen Seite gibt es Modeschauen mit Starmodels und rotem Teppich, auf der anderen Seite wird die Kleidung zumeist unter sklavenähnlichen Bedingungen in sogenannten Dritteweltländern produziert. Die Ausbeutungskette, die hinter jedem einzelnen Kleidungsstück steckt, wird unsichtbar hinter der Glamourwelt der Modeindustrie.
THE TRUE COST – Der Preis der Mode zeigt diese Kette auf: Wo wird die Kleidung hergestellt, welche Arbeitsbedingungen herrschen dort, was passiert in den Ländern, in denen riesige Wassermengen für die Baumwolle benötigt wird, während die Menschen verdursten? Die Ausbeutung von Mensch und Natur, die hinter den Preisen steckt, ist erschreckend. Ebenso erschreckend ist die Verdrängung dieser Tatsache in der westlichen Welt. Wer würde schon eine Hose kaufen, wenn er wüsste, dass dafür ein Kind verdursten musste oder die Näherin der Hose in den Trümmern einer eingestürzten Fabrik gestorben ist? THE TRUE COST – Der Preis der Mode zeigt die erschütternde Wahrheit: Die Kosten für unsere Kleidung müssen andere bezahlen.
Dokumentarfilm von Andrew Morgan, USA 2015, 92 Min.
Sonderfilmvorführung „The true cost – Der Preis der Mode“ mit anschließender Publikumsdiskussion, organisiert durch die Gemeinwohl-Ökonomie Hamburg in Zusammenarbeit mit der „Fairen Woche“.
Teilnehmerinnen:
Dr. Anke Butscher (GWÖ, Moderation)
Lisa Muhr (Modelabel „Göttin des Glücks“; Publikumsdiskussion)
“Göttin des Glücks” (GDG) zählt zu den PionierInnen in der öko-fairen Modewelt und wurde 2005 von 4 engagierten Designer*innen unterschiedlicher Disziplinen (Mode, Grafik, Architektur, Bildhauerei) gegründet. Seit 2007 verarbeitet die Marke für ihre komplette Linie ausschließlich FAIRTRADE zertifizierte Biobaumwolle und entspricht in der gesamten Produktionskette den Kriterien des Fairen Handels. Die lückenlose und kontrollierte Transparenz sowohl in ökologischer als auch in sozialer Hinsicht ist belegt durch die in der Kleidung eingenähten Siegel von FAIRTRADE und GOTS. „Göttin des Glücks“ gilt als Best Practice aus Österreich. Neben 5 eigenen Geschäften in Wien, Linz, Graz, Innsbruck und St. Pölten und einem Webshop wird die Marke in ca. 80 Boutiquen und 60 Weltläden in Österreich, Schweiz und Deutschland geführt.

